Forschungsbereich Ökologische Bautechnologien

Übersicht

Neuer Forschungsbereich mit bewährten Kompetenzen

Die Technische Universität Wien ist seit dem 1. Januar 2019 um den Forschungsbereich „Ökologische Bautechnologien“ reicher geworden. Unter der Leitung von Frau Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Azra Korjenic wird damit die bereits langjährige, erfolgreiche Forschungs- und Lehrtätigkeit am früheren Institut für Hochbau und Technologie weitergeführt und ausgeweitet. Das Ziel, den Marktanteil des ökologischen Bauens zu erhöhen, ist nur durch zuverlässige, wissenschaftlich fundierte Aussagen bezogen auf Materialien und Konstruktionen zu erreichen. Ein wichtiger Fokus der abgeschlossenen, laufenden und zukünftig geplanten Projekte der Forschungseinrichtung liegt daher auch in der Kooperation mit der Wirtschaft, um zur Optimierung von bisherigen Lösungen und Entwicklung neuer beizutragen und damit direkt dort anzusetzen, wo die Ergebnisse später angewendet werden. Von Baustoffen über Konstruktionen zu Gebäuden und weiter zu Straßenzügen und ganzen Stadtteilen Die stark anwendungsbezogenen Untersuchungen reichen von Material- und Konstruktionsanalysen im umfangreich ausgestatteten Labor über maßstabsgetreue Versuche in den Außenanlagen des Forschungsbereichs bis zu In-Situ Messungen und Auswertungen an den Gebäuden am Projektstandort. Parallel zu den messtechnischen Untersuchungen werden ebenso diverse Simulationen, beispielweise bezogen auf das hygrothermische Verhalten von Konstruktionen durchgeführt...

Umfassende Forschungsarbeiten in drei Forschungsschwerpunkten

I) Ökologische Materialien und Konstruktionen

Am Öko-Freiland-Prüfstand, der sich in der Außenanlage des Forschungsbereichs befindet, werden laufend ökologische Baumaterialien unter Realbedingungen getestet und messtechnisch gemonitored https://www.tuwien.at/tu-wien/aktuelles/news/news/bauen-mit-oeko-materialien-energy-globe-fuer-azra-korjenic/. Dieser bereits im Jahr 2014 erbaute Prüfstand wird nun einer neuen Version weichen und durch einen modular aufgebauten, drehbaren Freiluft-Prüfstand ersetzt, der den Anforderungen der Flexibilität gerecht wird und durch den weiterführende Forschungsfragen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bearbeitet werden können.

II) Green and innovative Constructions and Buildings

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Gebäudebegrünung dar https://www.tuwien.at/forschung/news-detail/news/gruene-fassaden-pflanzen-als-schutz-vor-der-sommerhitze/ . Neben der Vertikalbegrünung in Form von fassaden- bzw. wandgebundenen Begrünungssystemen werden auch verschiedene Dachbegrünungsvarianten sowie die Umgebungsbegrünung bzgl. ihrer bauphysikalischen und mikroklimatischen Auswirkungen detailliert untersucht. So können nicht nur Aussagen über den Einfluss der begrünten Wände auf die hygrothermische Behaglichkeit, CO2- und Staubkonzentration, Lärmminderung etc. im Innenraum getroffen werden, sondern auch die Veränderung des Wärmedurchgangskoeffizienten und energetische Auswirkungen bestimmt werden. https://nachhaltigwirtschaften.at/de/sdz/highlights/newton-stadt-4-0-filmserie.php#schl3 

III) Green and Smart Cities

Während der Fokus der Arbeiten am Prüfstand und mit Begrünungssystemen eher auf einzelnen Konstruktionen und Gebäuden liegt, werden im Rahmen des dritten Forschungsschwerpunkt „Smart und green cities“ auch Straßenzüge und ganze Stadtviertel mess- und simulationstechnisch untersucht und die Auswirkungen verschiedener nachhaltiger Maßnahmen im Rahmen der Planung dargestellt. https://www.biorama.eu/die-hauser-der-zukunft-konnten-aus-pflanzen-sein/